Praktische Arbeit schult nicht nur Gefühl und Wille - Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Geduld, Durchhaltevermögen, Zeiteinteilung und Geschicklichkeit werden geübt -, sie wirkt auch auf den Bereich intellektueller Fähigkeiten zurück. Denn praktische Arbeit verlangt fortwährend sachbezogenes Denken. Intellektuelle Fehlleistung wird hier für die Schüler sehr viel schneller einsichtig
als in den traditionellen Lernfächern der Schule.
Alle drei Werkstätten arbeiten als produzierende Wirtschaftsbetriebe. Ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen Lehrwerkstätten besteht in dem hohen Anteil von Produktion in der Ausbildung. Sie wird genutzt, um die Schüler
mit den realen Gegebenheiten der Industrie bekannt zu machen. Denn ein Kundenauftrag schafft für die Schüler eine größere Verbindlichkeit und ein
engeres Verhältnis zur eigenen Arbeit als ein Lehrstück, das als "Edelschrott" weggeworfen wird.